Freie Falken Anfang

      Freie Falken Anfang

      Vorwort

      Ich habe in den letzten Monaten viel Werbung für das Projekt Babylon 6 gemacht und habe dabei eventuell meine eigene Organisation ein wenig vernachlässigt. Daher ist dies hier ein kleines Geschenk für die Mitglieder meiner eigenen Organisation.
      Ich hoffe die Geschichte gefällt euch und zeigt euch ein wenig was Star Citizen euch in Zukunft eventuell bieten könnte.


      Kapitel 1. Böse Überraschungen

      Es war schon spät als Leon aus seinem Schlaf erwachte. Das Schiff ruckelte stark und das Licht bot Ihm nur wenig Licht. Müde öffnete er die Klappe zu seiner Koje und sah in den halb dunklen Raum der Taurus.
      „Was zum Teufel geht da vorn ab??“, fragte er mürrisch. Wie zur Bestätigung kippte der kleine Transporter zur Seite, wodurch Leon aus seiner Liege kullerte und hart gegen die gegenüberliegenden Pots prallte. Dabei fielen seinem Ohrstöpsel die er während des Schlafens trug aus seinen Ohren, auf den Boden.
      Seine Müdigkeit war schlagartig vergangen und auch die Benommenheit die aufgrund des Treffers kurz seine Sinne vernebelte war schnell vergessen, als er die besorgniserregenden Geräusche eines Kampfes hörte.

      „Die Energie in den Hinteren Schilden ist im gelben Bereich, schau mal ob du da was machen kannst Leon und weck deine Schwester.“
      , rief Ben vom Copiloten sitz herüber und schenkte Leon darauf hin keine weitere Beachtung.

      Inzwischen völlig wach rappelte sich Leon auf seine wackligen Beine, der in Schattengetauchte Gang wurde immer wieder erhellt von grellen Lichtblitzen, und einem tiefen grollen, während das Schiff sich mal zur einen und mal zur anderen Seite drehte.
      Nur mit Mühe gelang es Leon nicht sogleich wieder hin zufallen, während er sich an den Schlafpots festhielt und die Koje seiner Schwester öffnete. Zu seiner Überraschung schlief sie noch immer, wie die meisten Besatzungsmitglieder hatte sie Ohrstöpsel in den Ohren um den Krach des Schiffes nicht während des Schlafens hören zu müssen. Doch als Technikerin der Crew war es Ihr zudem gestattet die Schwerkraftseinheit Ihrer Rettungskapsel zu deaktivieren. Dadurch schwebte sie gleich welche Bewegung die Taurus vollführte friedlich von spannseilen gehalten in Ihrem Schlafsack, wie ein Schmetterling in Ihrem Kokon.

      „He aufwachen, du musst dich um das Schiff kümmern.“, bemühte sich Leon seine kleine Schwester vorsichtig zu wecken. Sie war noch sehr jung, verstand die Maschinen jedoch besser als die meisten Veteranen. Doch aufgrund Ihrer Jugend war sie noch sehr unbedarft und reagierte bei Kämpfen eher ängstlich als Mutig. Dies war auch der Grund weshalb Leon sich bemühte sie behutsam zu wecken, statt sie einfach wach zu schütteln wie es Ihm instinktiv gerade lieber gewesen wäre.
      Ein besonders schwerer Treffer ließ das Schiff erbeben und ein Fluch von Mia verriet Leon das die Schilde nun wohl im roten Bereich sein mussten. Ungeduldig rüttelte er etwas energischer an seiner kleinen Schwester, worauf hin Ihr eine Locke über die Stirn rutschte und Ihr Gesicht verdeckte. Nur langsam öffnete sie Ihre Augen und sah Ihren Bruder schlaftrunken an.
      „Was willst du? Ist es schon morgen?“, erkundigte sie sich während sie ein Gähnen unterdrückte und die Ohrstöpsel entfernte.
      Der Lärm erstickte Leons Antwort, doch auch so schien es Anna klar zu sein warum er sie weckte. Zügig schälte sie sich aus Ihrem Schlaf sack und nahm Leons helfende Hand an während sie sich aus der oberen Schlafkoje befreite.
      „Was braucht Ihr dahinten so lange?!“, rief Ben erneut, kümmert euch gefälligst um die Schildgeneratoren.
      „Ja, schon dabei.“, rief Anna mit zitternder Stimme und bewegte sich so schnell Ihre schlanken Beine sie tragen konnten in den hinteren Teil der Taurus. Leon sah Ihr einen Augenblick nach, unsicher ob er sie begleiten sollte oder nicht. Doch ein weiterer Treffer, dieses Mal an Steuerbord ließ Ihn den Gedanken verwerfen. Entschlossen ging er zum Geschützturm und hoffte dabei dass seine kleine Schwester nicht in Panik geraten würde, während er sich selbst mit den Angreifern abmühen würde.

      Noch immer war Ihm nicht ganz klar, wer eigentlich hinter diesem Angriff stecken mochte. Falls sich nichts Besonderes ereignet haben mochte, sollte die Taurus derzeit in einem friedlichen gebiet unterwegs sein. Ben, der Kapitän der Taurus, hatte die Route erst am Abend zuvor seiner Crew gegenüber veröffentlicht. Ein relativ ereignisloser Flug zwischen Ergo und Leir war geplant gewesen, doch irgendwer schien andere Pläne gehabt zu haben.
      Als Leon im Sitz des oberen Kanoniers Platznahm, spürte er ganz automatisch eine Welle der Erleichterung, da er dies in Zahllosen Übungen bereits geprobt hatte.
      „Wir zählen vier Banditen, leichte Jäger und die uns am Hintern kleben, versuch uns ein wenig mehr Luft zu verschaffen kleiner.“, erklärte Mia und klang dabei zwar etwas angespannt doch sonst wie stets sehr charmant. Fast so als ob sie Ihm sagen wollte, „Kümmere dich mal um diese Gigolos, die werden langsam aufdringlich.“

      Leon blieb keine Zeit die Anweisung zu bestätigen, da er bereits im nächsten Moment mit dem Kopf zwischen den Sternen war und von den lärmenden Servomotoren des Geschützturms abgelenkt wurde. Die vier Angreifer stellten sich bei näherer Betrachtung als ein Geschwader Mustang Alpha Jäger heraus die sich offenbar einen Spaß damit zu machen Schien die Taurus als Zielscheibe zu nutzen. Ihr verhalten war Plump und Ihre Flugkünste alles andere als Beeindruckend, doch die Ausrüstung Ihrer Jäger war dafür umso hochwertiger.
      Für Leon bestand kaum ein Zweifel das es sich dabei um irgendwelche reichen Typen handeln musste die sich daraus einen Spaß zu machen schienen kleinen Händlern ärger zu bereiten. Er schoss einige male auf die Alphas und traf sie dabei schwer, doch aufgrund Ihrer Schilde, die höchstwahrscheinlich teurer Waren als die komplette Taurus, machte Ihnen dies kaum etwas aus.
      „Verfluchte Snopes.“, brummte Leon ungehalten.
      „Wie sieht es mit den Schilden aus?“, erkundigte sich Ben ungehalten, über das interne Kommunikationssystem der Taurus. Seine Stimme Klang dabei ebenso streng wie fordernd.
      „Ich bin dran Chef.“, erklärte Anna zuversichtlich und es erfreute Leon, dass Ihre Stimme nicht länger zitterte.
      „Gut aber beeil dich, wir können Ihnen nicht ewig ausweichen.“, erwiderte Ben und klang nun etwas weniger ungehalten. „Leon wie sieht es dort oben aus?“
      Er gestattete sich ein Lächeln während er erneut die Geschütze des Turms abfeuerte und einen der Jäger dabei leicht ins Trudeln brachte.
      „Die Typen fliegen so mies wie sie reich sind, Sire.“, erklärte Leon knapp und nahm zugleich den nächsten Jäger aufs Korn.

      Er vernahm ein lautes Lachen das vom Cockpit ausging, welches jedoch nicht von dem internen Kommunikationssystem übertragen wurde. Ein Teil von Leon fragte sich ob das automatische Filtersystem, das normaler weise Kampfgeräusche ausblenden sollte dafür verantwortlich war.
      „Gut mach weiter so, zwei der Jäger haben offenbar genug und haben Ihre Verfolgung beendet. Wenn du Ihnen noch ein paar vor den Latz knallst überlegen es sich Ihre Freunde vielleicht auch anders.“, erklärte Ben nun etwas entspannter.

      Der Kampf dauerte noch zehn weitere Minuten, obwohl die Piloten der Mustang Alpha Jäger kaum über Talent verfügten, waren sie umso Hartnäckiger. Erst als Anna die hinteren Schilde wieder vollfunktionsfähig machte, schien Ihr Spaßfaktor soweit gesunken zu sein, das sie es aufgaben und abdrehten.

      „Gute Arbeit Ihr beiden, nun könnt Ihr euch wieder hinlegen. Wir erreichen in kürze das Leir System, ab da sollte die Raumpatrouille von Babylon 6 uns eskortieren können.“, erklärte Ben über dem internen Funk während Leon den fliehenden Jägern nach sah. Er machte sich keine Illusionen, dass diese Aktion für die Piloten dieser Jäger irgend eine Reaktion nach sich ziehen würde.

      Leute wie die besaßen wahrlich genug Geld um sich aus allen Problemen frei kaufen zu können.